Erst studieren, dann praktizieren war stets dein Motto? Neben etlichen Klausuren, Hausarbeiten und Essays ist dir kaum Zeit für ein Praktikum geblieben? Viele Absolventen können davon ein Liedchen singen. Da hat man den Bachelor oder Master endlich in der Tasche und doch fehlen einem die beruflichen Erfahrungen, die in der Stellenausschreibung verlangt werden. Ein Praktikum nach dem Studium kann da die Lösung sein. Aber was muss man tun, damit daraus auch die erwünschte Festanstellung wird? Und ist ein Praktikum nach dem Studium wirklich sinnvoll? In der Frage der Woche verraten dir, was du bei deinem Karrieresprung vom Praktikanten zum Festangestellten beachten musst.

Gründe für ein Praktikum nach dem Studium

  • gruende-fuer-ein-praktikum-nach-dem-studiumDu fühlst dich noch nicht auf das Berufsleben vorbereitet
  • Dir fehlen wichtige Skills, weil du im Studium die Praxis vernachlässigt hast
  • Du hast noch keinen konkreten Berufswunsch entwickelt

Einer dieser Gründe trifft auf dich zu? Das Ende deines Studiums hat dich regelrecht überrumpelt? Ein Praktikum ist nun eine Überlegung wert. Du kannst dich beruflich orientieren, dir wichtige Kenntnisse aneignen und Selbstbewusstsein aufbauen. Doch spätestens nach drei bis sechs Monaten solltest du das Projekt Festanstellung starten.

Gründe gegen ein Praktikum nach dem Studium

  • gruende-gegen-ein-praktikum-nach-dem-studiumDu weißt was du willst und bist für deinen Wunschjob ausreichend qualifiziert
  • Wenn du im Studium schon zwei Praktika oder mehr gemacht hast
  • Wenn die Möglichkeit besteht, sich auf eine Festanstellung zu bewerben

Praktika nach dem Studium können eine super Sache sein – müssen sie aber nicht. Hast du schon im Studium viele Erfahrungen gesammelt und fühlst dich bestens auf den Berufseinstieg vorbereitet, solltest du diesen auch auf direktem Weg anstreben. Ein Praktikum kann dann für viele Absolventen schnell ein unnötiger Umweg sein.

Tipps für Praktikanten

Die Entscheidung für ein Praktikum ist gefallen und du hast dir bereits einen Platz geangelt? Wenn du drei Tipps beherzigst, kann dein Traum vom geglückten Berufseinstieg schon bald Wirklichkeit werden.

Tipp 1: Festanstellung schon bei der Bewerbung ansprechen

maedchen-vor-tafel-gespraech-suchenSchon im Vorstellungsgespräch sollte geklärt werden, ob überhaupt eine Chance auf Übernahme besteht. Falls nicht, du dieses Praktikum aber dennoch machen möchtest, kannst du dich schon während des Praktikums um einen Job in einem anderen Unternehmen bemühen. Wird dir eine Festanstellung in Aussicht gestellt, kann das Praktikum im besten Fall als Probezeit angerechnet werden.

Tipp 2: Überzeuge dein Team von dir

junge-als-rakete-ueberzeugen-koennenWenn du weißt, dass die Chance auf eine berufliche Übernahme besteht, liegt es nun an dir, deinen Arbeitgeber zu überzeugen. Dazu gehört vor allem Engagement und Integration. Warte nicht darauf, dass dein Chef immer auf dich zukommt, sondern versuche, selber die Initiative zu ergreifen. Bringe eigene Vorschläge ein und gib auch ruhig Feedback, um zu zeigen, dass du nicht nur der Platzwärmer für den nächsten Praktikanten bist. Auf diese Weise wirst du zu einer Bereicherung für das Unternehmen, die man nicht so einfach ersetzten könnte.

Tipp 3: Werde nicht zum Einzelkämpfer

teamworkVor lauter selbständiger Arbeit solltest du nicht zum Einzelkämpfer werden. Denn die Anpassung an das Team, ist genauso wichtig wie Lernbereitschaft und Leistung. Suche den Kontakt zu deinen Kollegen, und knüpfe Kontakte – so wirst du bald selbst zum wichtigen Teammitglied. Wenn dir das keine Probleme bereitet und auch du dich im Unternehmen wohlfühlst, wird es keine Überraschung sein, wenn du nach deinem Praktikum das Angebot für eine Festanstellung bekommst.

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