Was hat Modedesigner wie Guido Maria Kretschmer, Michael Michalsky oder Philipp Plein zu dem gemacht, was sie heute sind? Entscheidend war sicher ihre Leidenschaft für Mode und der Wille, in ihrem Beruf immer mehr erreichen zu wollen. Ohne diese Eigenschaften würden Topmodels heute nicht in Pleins Outfits über den Catwalk laufen, Heidis Topmodels ließen sich nicht von Michalsky beraten und auch Guido Maria würde keine Punkte im TV vergeben.

Vielleicht wurde auch die 27-jährige Alisa ein bisschen von den drei Modegrößen inspiriert. Denn nach ihrem sechsmonatigen Praktikum bei KiK hatte die Modemanagement-Studentin noch lange nicht genug: Sie schrieb ihre Abschlussarbeit beim Textil-Unternehmen und ist heute festangestellt in der KiK-Zentrale in Bönen. Wir haben uns mit Alisa getroffen und mit ihr über ihren Werdegang von der Praktikantin zur Junior Einkäuferin gesprochen.

Erzähl uns doch zu Beginn, wie du überhaupt zu deinem Praktikum bei KiK gekommen bist.

Letztes Jahr steckte ich noch mitten in meinem Modemanagement-Studium. Und als dann ein Pflichtpraktikum im fünften Semester anstand, kam mir KiK in den Sinn. Also habe ich mich beworben und war schon bald Praktikantin hier.

Und was waren deine Aufgaben?

Ich war in der Abteilung Einkauf DOB, also der Damenoberbekleidung. Von Beginn an arbeitete ich eng mit der Produktmanagerin und ihrer Assistentin zusammen und unterstützte sie beim Tagesgeschäft. Zu meinen Aufgaben zählte das Kontrollieren und Abwickeln der Wareneingänge, ich habe Besprechungen vorbereitet und durfte Fittings besuchen. Hierbei wurden Musterteile anprobiert und deren Passform kontrolliert. Außerdem habe ich mich regelmäßig um die Renner und Penner gekümmert.

Renner und Penner? Das musst du uns erklären!

Was vielleicht ein bisschen komisch klingt, ist eine ganz klassische Auswertung im Einzelhandel. Ich schaue mir im System die Verkaufszahlen der jeweiligen Produkte an, dazu gehörten in meinem Praktikum zum Beispiel modische Shirts und Strickware. Was zahlenmäßig am besten läuft, ist der Renner im Laden, was eher mäßig verkauft wurde, ist der Penner. Diese Zahlen habe ich dann ermittelt und an die Einkäufer weitergegeben.

Als Praktikant in die FestanstellungWie klappte denn die Zusammenarbeit mit deinen Kollegen? Durftest du dich als Praktikantin selbst miteinbringen?

Es war von Anfang an ein tolles Arbeitsklima. Meine Kollegen haben mir bei Fragen immer geduldig weitergeholfen. Besonders Spaß gemacht hat mir auch der Trendresearch. Auf der Suche nach Styles und Drucken für neue Kollektionen durfte ich richtig kreativ sein und meine eigenen Ideen vorstellen.

Wie ging es nach dem Praktikum weiter? Bist du direkt dageblieben?

Zunächst ging es zurück an die Uni, da ich ja noch zwei Semester vor mir hatte. Also habe ich mir während des Praktikums noch keine Gedanken über eine Festanstellung gemacht. Aber auch zurück an der Uni hat mich KiK weiter begleitet: Ich habe meine Bachelorarbeit in Kooperation mit dem Unternehmen schreiben können. Inhaltlich ging es um die Marktentwicklung in der Modebranche.

Erzähl uns, wie du nach deinem Bachelorabschluss zurück zu KiK gekommen bist.

Wenn man gute Leistungen im Praktikum zeigt, wird man in den Talent-Pool von KiK aufgenommen. Das war bei mir dann zum Glück auch der Fall und es gab sogar eine Urkunde obendrauf. So bin ich die ganze Zeit über in Kontakt mit den Leuten vor Ort geblieben. Man wird außerdem über Veranstaltungen informiert und zu Feiern eingeladen – und manchmal sogar zum Kickerturnier. Kurzum: Ein späterer Einstieg wird sehr erleichtert.

Kommen wir zu deinem neuen Job: Was machst du denn heute genau?

Jetzt bin ich Junior Einkäuferin. Ich plane Kollektionen und kaufe dafür alle nötigen Artikel ein. Dabei habe ich das Budget immer im Blick und überlege, welche Stückzahl bestellt werden sollen. Im Moment plane ich die nächste Saison. Dabei schaue ich natürlich auch mal, was die Konkurrenz so macht.

Was hat sich denn seit der Festanstellung geändert im Vergleich zum Wie werde ich nach dem Praktikum übernommenPraktikum?

Als Festangestellte habe ich jetzt schon deutlich mehr Verantwortung. Klar, auch im Praktikum wuchsen meine Aufgaben und das Vertrauen in meinen Fähigkeiten mit der Zeit. Aber ich war schon immer sehr eng im Austausch mit der Produktmanagerin. Jetzt entscheide ich vieles selber. Die Renner-Penner-Analyse zum Beispiel. Die Ergebnisse leite ich jetzt nicht mehr an andere weiter, sondern entscheide selbst, wie es mit den Produkten weitergeht. Nach wie vor spreche ich aber viel mit meinen Kollegen ab. Ohne Austausch und Feedback geht es einfach nicht.

Gib ein bisschen deiner Erfahrung an die Leser weiter: Was sind deine Tipps für eine Übernahme nach dem Praktikum?

Kurz und knapp kann ich da sagen: Man sollte engagiert sein, Fragen stellen und sich auch trauen, seine eigenen Ideen zu äußern. Erklärt ein Mitarbeiter wichtige Abläufe, sollte man nicht einfach nur dasitzen und nicken. Denkt man mit und stellt auch mal Rückfragen, merkt der andere, das man dazulernen möchte. Solche guten Leistungen werden dann belohnt, etwa durch die Aufnahme in den Talent-Pool.

Eine Frage noch zum Schluss: Verfolgst du denn als Mode-Profi auch Shows wie Germany’s Next Topmodel oder Shopping Queen im Fernsehen?

Ich finde die Glamourwelt schon ziemlich spannend und schaue natürlich auch mal in solche Shows rein. Vielleicht finde ich da ja auch die ein oder andere Inspiration für unsere neuen Kollektionen.

Fühlst du dich auch in der Modewelt zu Hause und hast den Wunsch, irgendwann selbst dafür verantwortlich zu sein, welche Kollektionen es in die Läden schaffen? Dann mach es wie Alisa und bewirb dich auf eine der offenen Praktikumsstellen bei KiK – für 2016 bietet das Textil-Unternehmen sogar noch Praktika an, die du mit deiner Abschlussarbeit für dein Studium verbinden kannst.

Bildquelle KiK Textilien & Non-Food GmbH

Bildquelle Holzhintergrund: kzww/Shutterstock.com

Teilen: