Am 4. Februar 2016 sangen über 1,6 Milliarden Gratulanten ein kollektives „Happy Birthday“, als Facebook seinen zwölften Geburtstag feierte – so viele wie wohl nie zuvor. In Deutschland gibt es derzeit etwa 28 Millionen Facebook-Nutzer und dass sich darunter auch der eine oder andere engagierte Praktikant für ein Unternehmen finden könnte, hat sich längst bis zu den Personalverantwortlichen herumgesprochen. Ob bei Start-ups oder Großkonzernen, bei deiner Praktikumssuche solltest du daher die sozialen Netzwerke und Blogging-Plattformen miteinbeziehen – und unsere vier Social-Media-Tipps natürlich 😉

Manchmal ist weniger mehr – wenn eine Bewerbung durch Schlichtheit auffällt

Über kreative Bewerbungen haben wir schon oft berichtet. Pinterest-Profile wurden erstellt, Plakatwände beklebt und Google-Suchergebnisse manipuliert. Gerade für Jobs und Praktika im Bereich Marketing ist diese Herangehensweise heute längst keine Seltenheit mehr.

So gibt es in manchen Branchen mittlerweile einen solchen Input an kreativen Bewerbungen, dass man fast schon wieder dadurch auffällt, eine ganz klassische Bewerbung aus Anschreiben und Lebenslauf einzureichen.

Zum Beispiel sticht bei der Kreativschmiede „Zum goldenen Hirschen“ eine seriöse Bewerbungsmappe, die nicht mit einem pompösen Geweih verziert wurde, mittlerweile so heraus wie ein Animationsfilm, der ausnahmsweise handgezeichnet und zweidimensional über die Kinoleinwand flimmert.

Follow your Traumjob – als Facebook-Fan dem Personaler auffallen

Es gibt kaum noch ein Unternehmen, das über keinen Facebook-Auftritt verfügt oder nicht zum fröhlichen Followen einlädt. Deshalb lautet der wichtigste Social-Media-Tipp für Praktikanten: Halte einem Unternehmen, für das du dich interessierst, via Facebook oder Twitter die Treue. Es kann nämlich vorkommen, dass besonders loyale Fans und Follower auf dem jeweiligen Kanal mit Praktikumsstellen belohnt werden, die man auf anderen Onlinebörsen vergebens sucht.

instagram-bewerbung

Aber auch wenn du dich auf eine reguläre Stellenanzeige bewirbst – es kann keinesfalls schaden, schon via Social Media auf sich aufmerksam zu machen. Wer also das ein oder andere Facebook-Update kommentiert oder auf einen Tweet reagiert, schleicht sich schnell in das Gedächtnis der Personalverantwortlichen. Und auch für die Bewerbung kann man so manchen Tipp abstauben.

Gerade bei Unsicherheit bezüglich des richtigen Tonfalls oder des passenden Outfits beim Bewerbungsgesprächs kann ein Blick auf die Facebook-Seite eines Unternehmens hilfreich sein.

Ein bisschen Stalking schadet nie – achte auf Erfahrungsberichte

Ob gezielt oder initiativ, wer sich für ein Praktikum bewerben möchte, sollte die Möglichkeiten des Internets schamlos ausnutzen. Hier auf meinpraktikum.de findest du beispielsweise nicht nur Tipps und freie Praktikumsplätze, sondern auch ehrliche und ungeschönte Erlebnisberichte ehemaliger Praktikanten. So weißt du vielleicht schon im Vorfeld, was dich erwartet, und es lässt sich vermeiden, dass du beim superspannenden Setrunner-Job bei der großen Filmproduktion bloß zum Dienstmädchen eines divenhaften Regisseurs gemacht wirst.

Schlechte Publicity gibt es sehr wohl! Nicht wahr, Lackschuh-Junge?

Nicht jeder plant, sich Social Media komplett anonym bei der Bewerbung zunutze zu machen. Der YouTube-Aufruf einer 19-Jährigen, einen Radiosender mit Fanpost zu bombardieren, in der die Leute sie anpreisen sollten, bescherte der frechen Dame tatsächlich den begehrten Job. Doch leider gilt gerade bei solchen Internetaktionen nicht die alte PR-Weisheit, dass es keine schlechte Publicity gibt. Wer sich nur lächerlich macht und es damit vielleicht zu kleiner virtueller Bekanntheit bringt, der wird vielleicht mal auf der Straße erkannt – aber eben auch die Lachnummer der Internets. Don’t forget: the internet won’t forget! Frag nur mal den Lackschuh-Jungen – oder würdest DU den für einen ernsthaften Job einstellen?

 

Autor: Björn Remiszewski

Bildquelle Titelbild © Rawpixel.com/Shutterstock.com

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