“Wer wird Millionär” ist aus dem Fernsehprogramm nicht mehr wegzudenken. Wer rät nicht gerne mit und beweist, dass man die eine oder andere Frage beantwortet hätte, an der der Kandidat verzweifelt? Noch dazu kommt ein wenig Schadenfreude, wenn die 200 Euro-Frage zur unüberwindlichen Hürde wird. Auch wenn du es vielleicht noch nie bedacht hast, mit Quizshows wie WWM kann man nicht nur sein Allgemeinwissen testen, sondern auch jede Menge fürs Praktikum und Arbeitsleben lernen.

Weniger Angst – mehr Selbstbewusstsein

Vergleicht man einmal die Kandidaten miteinander, die im sechsstelligen Bereich aus der Sendung herausspazierten oder gar die Millionen abgeräumt haben, sticht eines ins Auge: Alle Kandidaten waren selbstbewusst und auch bereit, an der einen oder anderen Stelle etwas zu riskieren. Und genau dieses Selbstbewusstsein kann dich auch im Praktikum nach vorne bringen. Denn nicht immer bekommst du die besten Aufgaben auf dem Silbertablett geliefert. Beweist du aber Mut, gehst auf deine Vorgesetzten zu und bittest sie um spannende und anspruchsvolle Aufgaben, bekommst du erst die Möglichkeit, dich zu beweisen und in die nächste Gewinnstufe aufzusteigen.

Die Mehrheit hat nicht immer Recht

Kommt ein Kandidat ins Stocken, ist der Publikumsjoker gefragt. Doch die Vergangenheit hat gezeigt: Die Mehrheit hat längst nicht immer recht. Trotz einer Übereinstimmung von 90% wurde schon so mancher Kandidat nach Hause geschickt.

Verlass dich also nicht blind darauf, was die anderen sagen.

Kommen dir manche Informationen komisch vor, hast du ja noch andere Möglichkeiten, an die richtige Info zu kommen. Nutze doch einfach den „Google Joker“.

“Jauchisch” sprechen lernen

Ralf Schnoor hat es vorgemacht und eine Millionen Euro abgeräumt. Sein Geheimnis: Er spreche Jauchisch und durchschaue, wann der Moderator helfen und wann er verunsichern möchte. Versuche also, deine Kollegen und deinen Chef ebenso gut kennenzulernen. So liest du ihm bald alle Wünsche von den Augen ab und bist immer einen Schritt voraus – und das macht schließlich einen guten Praktikanten aus.

Mut zur Lücke

Gab es jemals einen Kandidaten, der jede Frage ohne Zögern oder ohne die Hilfe von Jokern beantworten konnte? Natürlich nicht, denn klar ist: Niemand ist allwissend. Und das gilt auch für deinen Chef. Hab also keine Angst, wenn man dir Aufgaben gibt, die du noch nicht alleine lösen kannst. Dein Praktikum ist vor allem dazu da, um Neues dazuzulernen.

Geld allein macht nicht immer glücklich

Erinnerst du dich noch an Marlene Grabherr? Sie beantwortete alle 15 Fragen richtig und ging folglich als Millionärin nach Hause. Das Glück währte allerdings nicht lang. Sie gab das Geld mit offenen Händen aus, heute ist nicht viel davon übrig. Ganz anders Ralf Schnoor, der das Preisgeld lediglich in Gehaltserhöhungen investierte (er betreibt ein Café in Hannover). Das Geld sei nie der Grund gewesen, an WWM Teilzunehmen, er habe einfach Freude am Quizzen. Und im Berufsleben ist es oft nicht anders.

Einen Job des Geldes wegen auszuüben macht vielleicht reich, die Frage ist nur: Ist dir das genug?

Besser du suchst dir ein Praktikum, das dir so viel Spaß macht, wie Rolf Schnoor WWM zu spielen. Und letztendlich kannst du am Ende vielleicht sogar wie er beides haben. Denn nur wer seinen Job gern ausübt, ist auf Dauer auch erfolgreich. Und dann klappt‘s ja vielleicht auch mit der Million.

 

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