Auch wenn die Erwartungen an ein Praktikum oft unterschiedlich ausfallen, wünschen sich die meisten Praktikanten vor allem zwei Dinge: interessante Aufgabenbereiche und die Wertschätzung ihrer Arbeit. Klingt zwar simpel, ist aber leider nicht immer der Fall. Oft genug machen nämlich Routineaufgaben den Großteil des Praktikums aus. Deswegen beleuchten wir heute, wann du ein Praktikum lieber abbrechen und auf welche Kriterien du bereits bei der Praktikumssuche achten solltest, um einen Reinfall zu vermeiden.

Darauf solltest du vor dem Praktikum achten: 

Keine aussagekräftige Firmenwebseite

Eine Firmenwebseite verrät meistens viel über die Stimmung im Unternehmen und kann auch Einblicke in den Praktikumsalltag geben. Je mehr Homepages du besucht hast, desto schneller wirst du die Unterschiede zwischen den Internetauftritten bemerken. Für dich ist es von Vorteil, wenn Unternehmen Erfahrungsberichte, beispielsweise in Videos, präsentieren. Auf diese Weise kannst du dir bereits im Vorfeld ein Bild von dem Praktikum machen. Schau dir auch die Bewertungen an, um zu sehen, was andere über diese Stelle zu sagen haben auf. Selbst schon Erfahrungen gesammelt? Dann teile sie mit anderen Studierenden und bewerte dein Praktikum.

Stellenausschreibungen geben ebenfalls Hinweise darauf, ob es sich um ein gutes Praktikum handeln wird. Manche Unternehmen listen im Detail auf, welche Aufgaben dich erwarten. Andere hingegen geben sich weniger Mühe und nennen nicht einmal einen konkreten Ansprechpartner. Hier kannst du bereits eine erste Vorauswahl treffen, um ein nutzloses Praktikum zu vermeiden.

Kein Vertrag

Der erste Kontakt findet meistens im Rahmen eines  Vorstellungsgesprächs oder eines Probetages statt. Wird dir dabei vorgeschlagen, alles per Handschlag zu regeln und auf einen Praktikumsvertrag zu verzichten, sollten bei dir die Alarmglocken klingeln. Normalerweise ist so ein Vertrag kein großes Ding für ein Unternehmen, das beide Seiten absichert.

Praktikum abbrechen, wenn kein Vertrag

 
Keine Vergütung

Solltest du für deine Zeit als Praktikant kein Gehalt bekommen, ist das kein K.O.-Kriterium – aber ein Grund, sich das Ganze noch einmal gründlich durch den Kopf gehen zu lassen. Manche Unternehmen machen diesen Mangel mit Engagement, späteren Übernahmemöglichkeiten und interessanten Kontakten wett. Bist du unentgeltlich beschäftigt und hast den Eindruck, dass du nur Aushilfsarbeiten erledigst ohne Perspektive auf eine Besserung, solltest du das Praktikum schon frühzeitig beenden.

Praktikum kündigen? In der Probezeit ist das problemlos möglich.

Darauf solltest du während des Praktikums achten: 

Aufgaben, die dich nicht weiterbringen

Ein Praktikum ist kein Minijob, mit dem man hauptsächlich Geld verdienen will. Schließlich bist du im Unternehmen, um Berufserfahrung zu sammeln. Sei dir nicht zu schade, auch mal einige Routine- oder typische Praktikantenaufgaben zu machen. Mit der Zeit sollte sich dein Aufgabenbereich allerdings erweitern. Ist das nicht der Fall, kann das durchaus ein Grund sein, ein Praktikum abzubrechen.

Rechne nicht damit, dass du sofort Aufgaben mit viel Verantwortung bekommst. Natürlich wirst du deine Fähigkeiten zunächst unter Beweis stellen müssen. Wenn du dich aber gut schlägst, sollte dir dein Betreuer schnell mehr zutrauen.

Miese Arbeitsatmosphäre

Wenn du dich zu Beginn nicht wohlfühlst und es den Kollegen auch so geht, solltest du es dir mit dem Praktikum noch einmal überlegen. Schließlich wirst du täglich viel Zeit dort verbringen und solltest dich sowohl an den Aufgaben erfreuen als auch mit deinen Kollegen Spaß haben können.

Praktikum Kündigen, wenn schlechte Arbeitsatmosphäre

 
Schlechte Betreuung

Gut betreut zu sein, heißt nicht, dass dich dein Vorgesetzter durchgehend an die Hand nimmt. Wichtig ist, dass du dich jederzeit an ihn wenden kannst und nach getaner Arbeit ein Feedback bekommst. Hier gilt: Achte auf die Situation. Je nachdem, was der Betreuer sonst noch zu tun hat, kann es mit dem Feedback auch etwas länger dauern. Wirst du bereits in den ersten Wochen allein gelassen und hast keinen richtigen Ansprechpartner, musst du dich entweder darauf einstellen, dir alles selbst beizubringen, oder das Praktikum doch lieber frühzeitig beenden, um deine Zeit anders zu nutzen.

Ein guter Praktikumsbetreuer weist dich in deine Aufgaben ein und lässt dich dann selbstständig daran arbeiten.

Du bist noch auf der Suche nach einem spannenden Praktikum? Ob BWL, Germanistik oder Maschinenbau – bei uns gibt’s für jeden Studiengang die passenden Praktika.

Bildquelle Titelbild:©Jimmy Bay /unsplash

Bildquelle Unterschreiben: © Helloquence/unsplash

Bildquelle Arbeitsatmosphäre:© Samuel Zeller/unsplash

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