Voller Vorfreude kommst du am ersten Tag deines Praktikums ins Büro. Die Schuhe sind geputzt, das Hemd ist gebügelt, du fühlst dich bereit, den ersten Schritt in die Arbeitswelt zu erobern. Und dann –kommt die Ernüchterung. Du hast nichts zu tun, du musst nur Idiotenaufgaben übernehmen, du wirst mehr als Hausmeister eingesetzt, keiner hat Zeit für dich, es herrscht eine fiese Arbeitsatmosphäre – kurzum, irgendwie ist alles doof. Deine Erwartungen wurden sowas von untertroffen, sie machen grade Urlaub am anderen Ende der Welt. Du kannst das Praktikum natürlich sofort schmeißen. Oder du versuchst doch noch, das Beste rauszuholen. Wir verraten dir, wie du das anstellst!Kontaktaufnahme

Da sitzt du nun, wirst ignoriert und keine Aufgabe ist in Sicht. Du hast schon alle Stifte auf deinem Schreibtisch angespitzt und sämtliche Büropflanzen gegossen, hast schon rausgefunden, wie schnell du dich mit deinem Bürostuhl drehen kannst und gezählt, wie viele Risse in der Decke sind. Es fühlt sich aber auch irgendwie niemand dafür verantwortlich, dass dir eine sinnvolle Arbeit zugeteilt wird. Aber irgendjemand muss doch dein Ansprechpartner sein, oder? Deine erste Aufgabe ist es, herauszufinden, wen du ansprechen kannst, um dir Aufgaben geben zu lassen. Frage am besten die Kollegen, die in deiner Nähe sind. Vielleicht gibt es aber auch andere Praktikanten, die dir mehr Informationen geben können, wer als Ansprechpartner in Frage kommt.

image

Vorsichtiges Herantasten

Du hast also deinen Ansprechpartner ausfindig machen können. Jetzt heißt es, nicht lange um den heißen Brei herumzutanzen, sondern Klartext reden und ansprechen, dass die Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorgestellt hast. Das kann, nun ja, durchaus unangenehm sein, aber auf lange Sicht gesehen ist es das einzig Richtige, das du tun kannst. Schließlich willst du ja auch etwas Sinnvolles aus dem Praktikum herausholen. Wenn du den ganzen Tag nur Kopien machst, Büropflanzen gießt oder dem Chef sein Mittagsessen besorgst, dann wird das nix. Beschwere dich aber lieber nicht gleich am ersten Tag. Vielleicht wirst du ja am Anfang nur geschont. Wenn es dann nicht besser wird, kannst du aber ruhig ansprechen, was dich stört. Aber bleib höflich!

Mach dich nützlich

Du kannst allen beweisen, was du drauf hast, indem du dir auch selber Aufgaben suchst. Am besten du fragst herum, ob du jemandem helfen kannst, oder ob dir etwas gezeigt wird. Dich zurücklehnen und Däumchen drehen ist eine schlechte Idee. Ist ja klar, dass dir sonst langweilig ist. So kannst du zusätzlich noch einen guten Eindruck hinterlassen. Selbständigkeit und Eigenmotivation kommen immer gut an.

image

Stress dich nicht

Mal die Langeweile ausgenommen, wenn es nur darum geht, dass das Praktikum sich als etwas ganzes Anderes entpuppt, als du es dir vorgestellt hast, dann ist das auch okay. Es kommt dir vielleicht nicht so vor, aber auch wenn du andere Dinge tust, die dir nicht so viel Spaß machen, kannst du noch etwas lernen. Das wird dann unter Erfahrung abgebucht und weiter geht’s.

image

Hat alles nichts geholfen und du fühlst dich weiterhin als günstige Aushilfskraft, dann ist es auch ok wenn du abbrichst. Schließlich kannst du deine Zeit auch sinnvoller nutzen. Übrigens: Um solche Praktikums-Desaster zu verhindern, kannst du vorher Bewertungen von anderen Praktikanten hier bei uns nachlesen und auch über deine eigenen Erfahrungen in einem Unternehmen berichten!

Autorin: Nele Diels

Teilen: