Ein Praktikum kann nicht härter sein als das Semester? Ne kleine Prüfung zwischendurch wird sich schon machen lassen? Und vielleicht werde ich nach dem Praktikum sofort übernommen? Leider stimmen die Erwartungen an ein Praktikum nicht immer mit der Realität überein, besonders, wenn es um dein erstes Praktikum geht. Zeit für ehrliche Worte:

Der erste Tag ist aufregend für dich, aber nicht immer für die anderen

Du bist nervös, schließlich ist es dein erstes Praktikum und dein erster Arbeitstag. Und natürlich wird es den einen oder anderen Mitarbeiter geben, der sich auch schon seine Gedanken macht, wie der neue Praktikant so ist. Entsprechend unterschiedlich fallen die Begrüßungen aus – hier mal ein freundliches Hallo, da nur ein kurzes Nicken. Erwarte also bloß nicht, dass jeder weiß, wer du bist und sich mit Begeisterung auf dich stürzt. Freu dich einfach – wenn es doch so ist 😉

Ein gelungener Einstand macht dich nicht zum Helden

Mit ein paar Begrüßungs-Muffins kannst du nie etwas falsch machen, und eine Ladung Süßkram hat bekanntlich schon so manches Eis gebrochen. Erwarte aber keine Jubelstürme oder ewige Dankbarkeit. Nutze einfach die Gelegenheit mit einem guten Eindruck in das Praktikum zu starten und mit möglichst vielen Kollegen ins Gespräch zu kommen.

Arbeitszeiten im Praktikum

Eine 40-Stunden-Woche geht nicht spurlos vorüber

Klar bist du Stress gewohnt, du hast schließlich schon so manche Prüfungsphase überstanden und warst dir für keinen Nebenjob zu schade. Aber unterschätze nie die Belastung, die eine 40-Stunden-Woche mit sich bringt. Frühes Aufstehen, langes konzentriertes Arbeiten, und vielleicht hast du ja sogar noch ein Skript durchzuarbeiten.

Glaub mir einfach, dass Müdigkeit zunächst dein ständiger Begleiter sein wird.

Aber keine Sorge: das geht vorbei. Meistens zumindest 😉 Wenn nicht, lies dir besser unsere Tipps gegen Stress im Praktikum durch.

Anwesenheit allein macht aus dir kein Teammitglied

Du bist Praktikant – also bist du auch ein Teammitglied!? Nicht so schnell, denn dazu gehört mehr als nur ein Arbeitsvertrag. Geselle dich in den Pausen zu den anderen, suche selbst die Initiative und erwarte nicht, ständig an die Hand genommen zu werden.

Du machst dir eher sorgen, als Praktikant sowieso nicht als vollwertiges Teammitglied wahrgenommen zu werden? Herabschauen auf Praktikanten ist schon lange out.

Team

Tolle Aufgaben gibt es nicht einfach so

Du musst ständig Akten sortieren, während die anderen Praktikanten bereits ein cooles Projekt haben? Vielleicht haben sie sich besser Verhör geschaffen. Denn es ist nicht immer im Vorfeld klar, welche Aufgaben du als Praktikant bekommst. Vielmehr wird man dir das geben, was man dir zutraut (und ja, auch das, was anfällt und nun mal von jemanden erledigt werden muss). Sei also selbstbewusst und sag offen, was du dir zutraust, sei dir aber auch nicht zu fein, auch mal Hilfstätigkeiten zu erledigen.

Freitagabend als Student und Freitagabend als Praktikant sind völlig unterschiedlich

Die erste Woche ist um, klar, dass nun eine Party wartet? Sei besser vorsichtig, was du dir vornimmst. Denn irgendwann ist es auch mal Zeit, die Akkus wieder aufzuladen (Siehe Punkt 3).

Nicht jeder Praktikant wird übernommen – aber vielleicht du!

Vom Praktikum in die Festanstellung: Wir hätten nicht schon darüber geschrieben, wenn nichts dran wäre. Denke aber dran: Viele Unternehmen haben zahlreiche Praktikanten, und nur die besten schaffen es in eine Festanstellung. Neben guter Leistung brauchst du dann auch noch ein gutes Timing. Unser Tipp: Wenn eine Festanstellung das ist was du dir erhoffst, solltest du diese Option bereits im Vorstellungsgespräch ansprechen – und dann alles geben.

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