SCHALALALAAAAA – da ist er, der vierte Stern! Wenn schon nicht nach dem legendären 7:1 gegen Brasilien, dann dürfte spätestens seit Mario Götzes goldenem Finaltor in Deutschland auch der letzte Fußballmuffel zum Fan des runden Leders geworden sein. Wäre es da nicht schön, seine Leidenschaft zum Beruf machen zu können? Weil nicht ein jeder über Magnethände wie Manuel Neuer oder einen magischen Fuß wie Götze verfügt, muss man glücklicherweise nicht gleich Profisportler werden, um im Fußballgeschäft sein Geld zu verdienen. Ein Praktikum bietet dir die Chance, die vielen Möglichkeiten kennenzulernen, die unser liebstes Hobby als potenzieller Arbeitsplatz zu bieten hat. Wir verraten euch daher passend zum WM-Titel, welche Praktikumsplätze die schönste Nebensache der Welt für euch bereithält.

Vereinsmeierei

Wer wäre nicht gerne Teil seines Lieblingsteams? Ein Fußballverein ist natürlich mehr als nur Vorstand, Trainer und die kickende Belegschaft. Ein großer Klub wie der FC Bayern München beispielsweise beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter, die sich auf Bereiche wie die Vereinsführung, das Scouting, das Marketing, Public Relations oder die IT verteilen. Und für all diese Bereiche werden zuverlässige Praktikanten gebraucht, die man in der Regel aus Studenten der unterschiedlichsten Fachrichtungen rekrutiert. Wer Sportmanagement oder BWL studiert hat, der kann sich beispielsweise direkt in der Geschäftsstelle bewerben. Dort unterstehst du der Geschäftsführung und erhältst Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche des Vereins, von der Trainingslagerbuchung bis zur Personalverwaltung. Im Marketing dagegen unterstützt du zum Beispiel Werbeaktionen und Promotionevents bei Heimspielen.

Solche Praktika bieten aber nicht nur die Vereine, sondern auch die Verbände. Von den Fußballverbänden der einzelnen Ligen bis hin zum DFB, dem größten Sportverband der Welt, sind auch dort immer wieder fußballbegeisterte Nachwuchskräfte willkommen. Offene Stellen werden regelmäßig im Internet ausgeschrieben. Und wenn du nicht bei deinem Lieblingsverein unterkommen solltest, dann sind die spannenden Aufgaben sicher auch einen Seitensprung mit dem Rivalen wert. Du musst ja nicht gleich als eingefleischter Schalker zum schwarzgelben Reviernachbarn wechseln.

V.I.P.-Plätze für very important Praktikanten

Auch die Fußballstadien selbst bieten die Möglichkeit zu einem Praktikum an. So ein Stadion ist schließlich fast schon eine kleine Stadt für sich. Damit ist natürlich nicht der schrammelige Bolzplatz gemeint, an dem du am Wochenende mit deinen Kumpels kickst. Aber ein Fußballtempel wie der Signal Iduna Park ist schon ein ziemlicher Koloss, der nicht wenigen Leuten als Brötchengeber dient. Für dich als zukünftigen Praktikanten wären vielleicht die Bereiche Stadionmanagement oder Gastronomie interessant? Denn die meisten Stadien bieten mehr als nur Bierstand und Würstchengrill, gerade in den VIP-Bereichen der großen Arenen haben sich regelrechte Restaurants niedergelassen.

Ein weiterer Weg, um als Praktikant auch ohne eine überteuerte Karte ins Stadion zu kommen, führt über die Medienberufe. Bei einem Profifußballspiel sind Tonnen an Kameras, Mikros und Kabel im Einsatz. Und in so ziemlich jede dieser Abteilungen, egal ob Bild-, Ton- oder Übertragungstechnik, kannst du als Praktikant reinschnuppern.

Volltreffer

Der Fußball ist nicht nur der Deutschen liebster Sport, sondern auch ein milliardenschweres und hart umkämpftes Wirtschaftsfeld. Da gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, als Praktikant an dem bunten Treiben teilzunehmen. Um sie alle aufzuzählen, bräuchten wir hier mehr Platz, als das Camp Nou bietet. Große Sponsoren etwa, zum Beispiel aus der Lebensmittel- oder Automobilbranche, haben eigene Sportmarketingabteilungen, in denen sie regelmäßig Praktika anbieten. Daneben findest du Praktikumsplätze in externen Beratungsfirmen, bei Videospielentwicklern, Ausrüstern, Sportartikelherstellern oder Leistungs- und Videoanalysten.

Auch die Berichterstattung bietet, von der Redaktion einer Lokalzeitung oder eines großen Onlineportals bis hin zur Sportfotografie, Praktika an. Praktikumsstellen im Fußball gibt es mindestens so viele wie unnötige Wintertransfers von Felix Magath. Was du für sie alle mitbringen solltest, ist neben einem Studium ein Interesse am Sport und an den Menschen, die ihn leben und lieben. Außerdem sind hervorragende Englischkenntnisse wichtig, schließlich ist Fußball längst ein globales Geschäft. Wenn die Voraussetzungen aber passen, dann kannst du mit einem Praktikum vielleicht den Grundstein für eine Fußballkarriere legen, die zwar keine Titel und Trophäen mit sich bringt, dafür aber ein enorm spannendes Arbeitsfeld bietet.

Autor: Björn Remiszewski

Bildquelle: Fuse/thinkstock

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