Wir von meinpraktikum.de haben uns nicht nur auf die Fahne geschrieben, engagierte Praktikanten und spannende Praktika zusammenbringen, sondern auch, die Zufriedenheit von Deutschlands Praktikanten zu steigern. Zu diesem Zweck haben wir schon 2012 unseren ersten Praktikantenreport veröffentlicht. In einer der bis dahin größten Studien überhaupt zu diesem Thema konnten wir auf Grundlage der Bewertungen auf meinpraktikum.de einen umfassenden Bericht über die Lage von Deutschlands Praktikanten abgeben. Wir haben uns die Zufriedenheit der Praktikanten sowie Branchen, Gehälter und Arbeitszeiten angesehen und geguckt, wie diese Faktoren zusammenhängen. Jetzt, zwei Jahre später, freuen wir uns, euch den Nachfolger präsentieren zu können.

13.000 Praktika, 7.500 Unternehmen, 2.100 Städte

Für den neuen Praktikantenreport 2014 wurden alle Einzelbewertungen von meinpraktikum.de gebündelt. Das bedeutet nicht weniger als über 13.000 ausgewertete Praktika und über 7.500 Unternehmen in 2.100 Städten. Und damit erneut eine der größten branchenweiten Auswertungen, die jemals in Deutschland zu diesem Thema erhoben worden ist. Dieses Mal lag unser Schwerpunkt auf der Entwicklung der Praktika zwischen 2009 und 2012 und der Frage, was überhaupt ein zufriedenstellendes Praktikum ausmacht.

Glückliche Nordlichter

So hat sich zum Beispiel gezeigt, dass die Zahl der zufriedenen Praktikanten insgesamt deutlich gestiegen ist. Mittlerweile sind 78% aller Praktikanten mit ihrem Praktikum zufrieden. 2009 waren es gerade mal 58%. Vor allem die Arbeitsatmosphäre, die Betreuung und der Lernerfolg zählen zu den wichtigsten Kriterien. Sie werden sogar wichtiger angesehen als Wertschätzung oder die Karrierechancen. Die glücklichsten (und bestbezahlten) Praktikanten finden sich übrigens in Norddeutschland, genauer gesagt in Hamburg und Schleswig-Holstein, dicht gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern.

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Verantwortungsvollere Aufgaben und mehr Gehalt – da bleibt man gerne auch mal länger

Die gestiegene Zufriedenheit geht aber auch einher mit einer gestiegenen Wertschätzung. Die Zahl der Praktikanten, die sich in ihrem Praktikum ausreichend gewürdigt gefühlt haben, ist um 29% gestiegen. Auch die Aufgaben sind verantwortungsvoller geworden und entsprechend immer mehr dem wirklichen Joballtag. 71% aller Praktikanten stimmten zu, dass ein Praktikum später den Einstieg ins Berufsleben erleichtert. Wenn die Inhalte stimmen, nehmen Praktikanten auch mal längere Arbeitszeiten in Kauf. Selbst ein niedrigeres Gehalt lässt sich so verschmerzen. Doch das ist häufig gar nicht nötig, denn auch die Praktikantenvergütung ist gestiegen. Verdienten Praktikanten 2009 durchschnittlich nur 160 Euro im Monat, waren es 2013 schon 400 Euro.

Nachholbedarf

Also überall eitel Sonnenschein für Praktikanten? Leider nicht ganz. Es gibt immer noch Branchen, in denen viele Praktikanten nicht ganz glücklich waren. Besonders in den Bereichen Forschung und Kunst/Kultur/Freizeit ist die Zahl der zufriedenen Praktikanten auffällig zurückgegangen. Auch in Logistik/Verkehr und in der Metallverarbeitung waren nur knapp über die Hälfte der Praktikanten zufrieden. Auch zwischen den Bundesländern gibt es noch deutliche Unterschiede. Vor allem die neuen Bundesländern sowie Thüringen und Rheinland-Pfalz haben beim Lohn als auch bei der Zufriedenheit noch Nachholbedarf. Alles in allem kommen wir zu dem Ergebnis, dass sich die Situation für Praktikanten deutlich verbessert hat, wir aber auch lange noch nicht am Ziel sind. Spannende Aufgaben können ein niedriges Gehalt ausgleichen, und solange die Inhalte stimmen, sind auch längere Tage kein Problem. Ein hohes Gehalt allein verspricht hingegen nicht automatisch mehr Zufriedenheit.

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Die Ergebnisse unserer Auswertung haben wir hier für euch als Onlineversion bereitgestellt. Dort könnt ihr alle Ergebnisse im Detail nachlesen. Außerdem findet ihr dort auch noch die digitale Version des Praktikantenreport 2012. Meinpraktikum.de wünscht euch viel Spaß bei der Lektüre!

Autor: Björn Remiszewski

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