Achtung, Spoileralarm! Dein Auslandstrip wird finanziell unterstützt und deine Eltern haben mit der Finanzspritze nichts am Hut! Dein Geldgeber heißt Erasmus, Nachname Plus. Der hält übrigens nicht nur Geld für dich bereit.

Den Namen hast du vielleicht schonmal gehört, aber was hat es mit dem Plus auf sich? Früher schlicht Erasmus, seit 2014 Erasmus+, vereinigt diese Bezeichnung alle derzeitigen Programme für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport auf europäischer und internationaler Ebene unter einem Namen.

Prinzipiell kannst du während deines Bachelor-, Master- und Promotionsstudiums zwischen zwei Arten von Auslandsaufenthalten wählen, die gefördert werden:

Zum einen ein Praktikum – in einer internationalen Organisation, in einem europäischen Unternehmen, bei einer Schule im Ausland oder als Forschungspraktikum an der Uni, zum anderen ein Studienaufenthalt an einer europäischen Hochschule.

Für beide Möglichkeiten kannst du in deiner gesamten Studienzeit mehrfach gefördert werden, insgesamt aber nicht länger als zwölf Monate pro Studium oder Praktikum. Das heißt, mehr als 24 Monate kannst du innerhalb des Erasmus+-Programms nicht im europäischen Ausland verbringen. Vielleicht möchtest du auch Studium und Praktikum miteinander kombinieren? Kein Problem, auch das ist im Erasmus+ Programm möglich.

Wusstest du schon, dass …

… dass das Förderprogramm nach Erasmus von Rotterdam (1467-1536) benannt wurde? Er war ein einflussreicher Repräsentant des europäischen Humanismus, dessen Lebenswerk es war, anderen Bildung und Bildungschancen zu vermitteln. Genau das versucht das Erasmusprogramm heute auch.

Beleuchtetes Paris

Welche Vorteile habe ich von einem Auslandspraktikum mit Erasmus+?

  • Du wirst bei deinem Auslandspraktikum finanziell unterstützt, zum Beispiel bei Sprachkursen, der Anschaffung von Lernmitteln, Reise-, Umzugs- und Unterhaltskosten.
  • Die Förderung ist, je nach Ländergruppe, zwischen sechs und zwölf Monaten möglich –  abhängig vom Gehalt.
  • Studierenden mit Behinderung oder denen, die schon Kinder haben, stehen Sonderzuschüsse zu.
  • Du erhältst Hilfe bei der Vorbereitung und Organisation deines Auslandspraktikums – indem du mit deinem Ansprechpartner im International Office zum Beispiel die nötigen Unterlagen genau durchgehst.
  • Im Unternehmen und an deiner Heimathochschule ist immer ein Ansprechpartner für dich da, der vorher festgelegt wird.
  • Du setzt deine fachspezifischen theoretischen Kenntnisse in die Praxis um und absolvierst ein Praktikum, das auf deine Studienhalte zugeschnitten ist.
  • Das Erasmus+-Programm fördert sowohl Pflichtpraktika als auch freiwillige Praktika, dabei werden studienrelevante Leistungen angerechnet.
  • Du kannst dein Praktikum mit dem Studium im Ausland verbinden und dann bis zu 24 Monate gefördert werden.
  • Du hast die Möglichkeit, dein Praktikum bis zu einem Jahr nach deinem Uniabschluss zu absolvieren – finanzielle Unterstützung inklusive.

Venedig bei Nacht

Bildquellen:
Titelbild: https://unsplash.com/photos/7_E7gZVtjH4
Paris:  https://unsplash.com/collections/666969/traditional-students?photo=npxXWgQ33ZQ
Venedig: https://unsplash.com/search/photos/happy?photo=b-YmNNAxcYE

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