„Wie empfindest du deine Leistung als Praktikant?“ Gar nicht mal so leicht zu beantworten, oder? Denn mit der Selbsteinschätzung ist es bekanntlich so eine Sache. Gerade, wenn man mit neuen Aufgaben konfrontiert wird, kann die Unsicherheit auch mal größer ausfallen. Dabei ist die eigentlich so leicht zu nehmen – durch Feedback. Feedbackgespräche sind aber nicht nur gut, damit du selbst eine Rückmeldung bekommst. Vielleicht hast ja auch du in deinem Praktikum Lob oder Kritik zu äußern.

Do: Initiative zeigen

Nicht in jedem Unternehmen sind Feedbackgespräche an der Tagesordnung. Das heißt aber längst nicht, dass du darauf verzichten sollst. Bittest du deinen Vorgesetzen höflich um ein Gespräch, dann wird es dir nur selten verwehrt.

Feedbackgespräche sollten immer in einem offiziellen Rahmen stattfinden – mit einem festen Termin, idealerweise in einem Meetingraum.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Natürlich muss sich erst einmal etwas Gesprächsstoff ansammeln. Werden gleich mehrere Feedbackgespräche zu Beginn des Praktikums geplant, sollte das erste spätestens zur Halbzeit oder noch besser gleich nach den ersten zwei bis vier Wochen stattfinden.

Don’t: Angst haben

Du hast noch nie an einem Feedbackgespräch teilgenommen? Nervosität ist da natürlich normal, Angst haben brauchst du aber bestimmt nicht. Vielmehr ist das Feedbackgespräch eine große Chance für dich. Du bekommst eine Rückmeldung und hast bald Gewissheit über die Wahrnehmung deiner Leistung. Liegt dir was auf der Seele, hast du nun endlich den richtigen Raum, es loszuwerden.

Besser nicht: Feedbackgespräche in die Pause legen. Das Gespräch verdient einen offiziellen Rahmen

Do: Vorbereitet sein

Selten kommt der Chef einfach reingeschneit und bittet dich ins Feedbackgespräch. In der Regel bekommst du einen festen Termin. Und wie jeden Termin solltest du das Feedbackgespräch vorbereiten. Stell dir selbst einige Fragen: Was gefällt dir an deiner Arbeit und dem Team gut und was weniger? Fühlst du dich von deinen Vorgesetzen gut betreut? Hast du Fragen, die du schon immer loswerden wolltest? Und wie schätzt du deine eigene Leistung ein? Mach dir ruhig Notizen, die du dann ins Gespräch mitnimmst.

Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass ein Feedbackgespräch mit einem Fragebogen vorbereitet wird. Diesen füllst du selbst und dein Betreuer aus. Abgefragt werden beispielsweise Einschätzungen zum Thema Leistung und Betreuung.

Don’t: Nichts zum Gespräch beitragen

Du als Praktikant bist gerade zu Beginn des Gesprächs eher auf der abwartenden Seite. Denn natürlich übernimmt der Chef erst einmal die Einführung in das Gespräch. Manche kommen recht schnell auf den Punkt und erklären dir, was ihnen an deiner Arbeit gefällt, und was nicht. Wahrscheinlicher ist aber, dass du gefragt wirst, wie du selbst deine Leistung einschätzt. Nicht vergessen solltest du, dass es nicht nur um deine Leistung geht, sondern auch um die deines Betreuers. Du bist also auch gefragt, selbst Feedback zurückzugeben.

Wundere dich nicht, wenn während des Gesprächs ein Protokoll geführt wird – dies ist eine Formalität, die in vielen Unternehmen üblich ist. So kann man später zum Beispiel vergleichen, ob gesetzte Ziele auch erreicht wurden.

Vor dem Feedbackgespräch: Zeit zum Nachdenken nehmen

Do: Zukunft planen

Wo wir gerade beim Thema Feedback zurückgeben sind: Jetzt hast du die perfekte Gelegenheit, dein künftiges Aufgabenfeld anzupassen. Hast du zu viel Zeit am Kopierer verbracht und zu wenig im Meetingraum? Sprich das an. Erkläre, wo du in der Firma hinwillst und welche Aufgaben du dir in Zukunft erhoffst und vor allem zutraust. Kannst du dir vorstellen, das Praktikum zu verlängern oder hoffst auf eine Übernahme, ist dies nicht grad der schlechteste Zeitpunkt, das Thema anzusprechen.

Don´t: Kritik gleich zurückweisen

Das Feedback fällt schlechter aus als erwartet? Das ist im ersten Moment natürlich hart. Denk aber immer daran, dass Kritik dich auch weiterbringen kann. Weise sie also nicht einfach zurück, sondern mach dir Gedanken, wie viel der Kritik gerechtfertigt ist und wie du deine Leistung verbessern könntest. Hast du trotz aller Einsicht das Gefühl, dir wird in mancher Hinsicht Unrecht getan, solltest du dies auch anmerken. Bleibe dabei aber immer sachlich. Und versuche niemals, Privates vorzuschieben.

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