Paragraphen und Gesetzte sind nur was für Jurastudenten? Nicht ganz, denn egal was du studierst, für dich als Praktikant kann sich ein Blick in die Gesetzbücher lohnen. Damit du aber mehr Zeit fürs Studieren und Praktizieren hast, haben wir die Recherche für dich übernommen und erklären dir das Wichtigste zu deinen Rechten im Praktikum.

1. Nicht alle Praktikanten bekommen den Mindestlohn

Der Mindestlohn gilt nur für freiwillige Praktika mit einer Dauer von mehr als drei Monaten. Hast du bereits einen Studienabschluss bekommst du unabhängig von der Dauer den Mindestlohn. Komplett ausgenommen sind allerdings sämtliche Pflichtpraktika, die du für die Uni absolvierst. Du hast noch mehr Fragen zum Thema Mindestlohn? Antworten findest du in unserem Mindestlohnbereich.

2. Urlaubsanspruch gilt auch für Praktikanten

Es ist ein Mythos, dass Praktikanten keinen Urlaubsanspruch haben. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung fällt der Anspruch lediglich ein bisschen kleiner aus. Mindestens zwei Tage pro Monat stehen dir zu. So kommen bei einem sechsmonatigen Praktikum 12 Tage zusammen.

3. Du hast nicht nur das Recht auf ein Praktikumszeugnis, sondern auch auf einen Nachweis

Dein Praktikum ist nicht so gut gelaufen, wie du dir erhofft hast und das geht leider auch aus dem Zeugnis hervor? Dann ist es klar, dass du dieses nicht einer Bewerbung beilegen möchtest. Es gibt aber eine Lösung, die weit einfacher ist, als das komplette Zeugnis durch den Reißwolf zu jagen oder anfechten zu lassen: Du lässt dir eine Bescheinigung ausstellen. Denn dein Arbeitgeber ist verpflichtet, dir einen neutralen Praktikumsnachweis mit auf den Weg zu geben.

4. Als Praktikant hast du eine Probezeit und Kündigungsfrist

Auch wenn ein Praktikum zeitlich befristet ist, eine Probezeit hast du dennoch. In dieser kann dir jederzeit gekündigt werden, du selbst hast aber das gleiche Recht. Ist die Probezeit abgelaufen, darfst nur noch du mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Fristlose Kündigungen sind nur aus schwerwiegenden Gründen möglich, beispielsweise wenn du eine Gesundheitsgefährdung durch das Praktikum vermutest.

5. Die Arbeitszeiten im Praktikum sind keine Willkür des Arbeitgebers

Laut Arbeitszeitgesetz darfst du als Praktikant nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. Sogar die Arbeit an Sonn- und Feiertagen ist verboten. Ausnahmen gibt es natürlich, so beispielsweise wenn du in einem Krankenhaus, bei der Feuerwehr, Presse oder in der Gastronomie dein Praktikum absolvierst. Ersatzruhetage stehen dir selbstverständlich zu.

 

Bildquelle Titelbild: chargerv8/Thinkstock

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