Du kennst das: Man sitzt gemütlich im Hörsaal, lauscht einem Vortrag und plötzlich fallen einem die Augen zu. Grund kann natürlich die Party am Vorabend, aber schlicht und einfach auch die Präsentation selbst sein. Denn vollgepackte Folien, technische Störungen oder stotternde Redner können auch die größte Motivation beim Zuhören schwinden lassen. Und sind wir mal ehrlich, wir selbst haben ebenfalls schon das eine oder andere Nickerchen mit einem lahmen Vortrag ausgelöst. Zeit, es besser zu machen, denn spätestens im Praktikum kann man sich das nicht mehr erlauben. Immerhin geht es hier nicht mehr um den Leistungsnachweis, sondern um Respekt vor den Kollegen und vielleicht sogar eine Übernahme. Wir verraten dir deshalb heute fünf einfache Tricks, mit denen du deine Präsentation verbesserst und jedes müde Gähnen aus den Gesichtern vertreibst.

1. Stolperfalle Technik umschiffen

Du hast eine perfekte Prezi-Präsentation gebastelt, nur leider gibt es im Meeting-Raum kein WLAN, um sie auch abzuspielen? Du hast einen Beamer organisiert, aber keinen Adapter dabei? Frag frühzeitig nach, welche Technik dir zur Verfügung steht und in welcher Dateiform du deine Präsentation bereitstellen musst. An der Uni mag eine Verzögerung für deine Zuhörer eine gute Gelegenheit sein, noch kurz Facebook oder Instagram zu checken, im Unternehmen kommt sie weniger gut an.

2. Zielgruppe der Präsentation checken Überlege dir, wer die Zielgruppe für deine Präsentation ist.

Du hast deine Kollegen während des Praktikums bereits ein wenig kennengelernt. Du weißt worüber man spricht und lacht, du kennst das Leistungsniveau. Passe den Ton und den Anspruch deiner Präsentation der Zielgruppe an. Eine Präsentation darf die Zuhörer durchaus zum Lachen oder Schmunzeln bringen, wenn du dies für angebracht hältst. Langweile nicht mit Infos, die sowie schon jeder kennt, sondern hole die Zuhörer an ihrem Wissenstand ab. So wird nicht nur deine Präsentation unterhaltsamer, du festigst dich auch als Teammitglied.

3. Wall-of-Text-Folien vermeiden

Deine Präsentation ist fertig, nun solltest du dir eine Frage stellen: Würden die Folien auch für sich sprechen? Die Antwort ist ja? Dann ist es Zeit, deine Präsentation zu überarbeiten und deutlich zu kürzen. Steht zu viel Text auf den Folien, lenkt das nämlich vom Wesentlichen ab – und das bist schließlich du! Die Folien sollen nur die wichtigsten Punkte zusammenfassen und deine Argumentation visuell unterstützen, nicht 1:1 wiedergeben. Grafiken, Bilder und Zusammenfassungen gehören auf den Bildschirm – der Rest in den Vortrag!

4. Neugierig machen
Mach dein Publikum neugierig

Gibs´ zu, du möchtest wissen, was es mit dem rosa Elefanten auf sich hat. Deinen Zuhörern wird es genauso gehen, wenn du sie mit einem spannenden Einstieg köderst. Die Vorteile liegen also auf der Hand: Deine Zuhörer sind sofort bei dir, bleiben lange aufmerksam und werden sich noch lange an dich und deine Präsentation erinnern.

5. Aber ähm, aber ähm, aber nein

Es gibt einen einfachen Trick gegen „Ähms“: Kurze Sätze statt langer Schachtelformulierungen. Denn die Ähms kommen oft dann, wenn ein Satz inhaltlich beendet ist, die Stimme aber noch oben – also mitten im Satz – feststeckt. Dann versuchen wir den Satz fortzusetzen und schinden mit Fülllauten Zeit. Also besser ganz bewusst die Sätze kurzhalten und Pausen zum Nachdenken gezielt einbauen.

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