Stell dir vor du sitzt im Vorstellungsgespräch für ein Praktikum. Es läuft wirklich super, du beantwortest die Fragen mit der Leichtigkeit einer Primaballerina. Du wiegst dich in der Sicherheit, das Praktikum schon so gut wie in der Tasche zu haben, als es passiert: „Würden Sie denn auch erst auf Probe arbeiten?“ Eine Frage, die einem erst einmal zu denken gibt. Probearbeiten bedeutet, einen oder gar mehrere Tage unentgeltlich zu arbeiten. Warum solltest du das tun? Schließlich bist du deiner Meinung nach qualifiziert genug für den Job! Wir verraten dir, warum du diese Chance unbedingt ergreifen solltest und warum Liebe auf den ersten Blick auch in der Arbeitswelt (k)eine Seltenheit ist.

Ergreife die Chance! Das bringt dir dein Probetag

Probearbeiten scheint nur Nachteile für dich zu haben? Du investierst Zeit, wirst kritisch begutachtet und bekommst dafür, im schlechtesten Fall, überhaupt gar nichts? Genauso solltest du den Probetag nicht sehen, denn er bietet dir wichtige Möglichkeiten:

  • Einen Einblick in das Unternehmen damit du weißt, wie und mit wem du später arbeiten wirst
  • Du kannst dich selbst vorstellen und zeigen, wo du dich einbringen würdest
  • Die Arbeitsatmosphäre erlebst du hautnah, so kannst du entscheiden, ob du dir eine Tätigkeit auf Dauer vorstellen kannst
  • Du kannst dir einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern verschaffen

Sollte sich also beim Probearbeiten herauskristallisieren, dass du mit einem Praktikum nur deine Zeit verschwenden würdest, kannst du getrost absagen, ohne dich bereits für mehrere Wochen verpflichtet zu haben.

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Probearbeiten – das verlängerte Vorstellungsgespräch

Ein Probetag ist ein bisschen wie eine Feuertaufe (jedenfalls sollte es so sein).

Klar sind Lebenslauf, Anschreiben und der Ersteindruck im Vorstellungsgespräch wichtige Anhaltspunkte, um dich als Person einschätzen zu können, aber das alles ist oft nicht ausreichend. Beim Probearbeiten geht es darum, neben deinen Kenntnissen und Fähigkeiten auch dein Verhalten und die sogenannten „Soft Skills“ auszuloten.

  • Passt du zum Team?
  • Bist du pünktlich und motiviert?
  • Lässt du dich nach wenigen Stunden schon hängen und fragst andauernd, wann die erste Pause ist?

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Besser einen Tag auf Probe zu arbeiten, als…

Damit du dir viel Stress ersparst, kannst du dich im nächsten Vorstellungsgespräch an einen einfachen Grundsatz halten: Kläre die Rahmenbedingungen fürs Probearbeiten ganz genau ab: Wie lange soll die Probearbeit gehen, in welchen Abteilungen wirst du eingesetzt und was wird dein Aufgabenbereich sein? Sollte das alles im Voraus geklärt sein, steht einem erfolgreichen Probearbeiten nichts mehr im Wege.

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass auf Probe zu arbeiten eine sinnvolle Sache ist. Bei uns von meinpraktikum.de arbeitet nämlich auch jeder potentielle Mitarbeiter einen Tag Probe, damit sich beide Seite beschnuppern können. Versagt dieser anschließend mittags am Kickertisch, ist die Sache für uns ganz schnell gegessen! Spaß beiseite: Sieh die Möglichkeit zum Probearbeiten nicht als Notwendigkeit an, um deinen gewünschten Praktikumsplatz zu kriegen an, sondern als Chance, dir viel Ärger zu ersparen.

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Treppe: Jirsak/Shutterstock.com

Wartezimmer Vorstellungsgespräch Rawpixel.com/Shutterstock.com

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