Party, Palmen, Praktikum – und Formulare! Ohne geht’s nicht. Aber keine Sorge, klingt komplizierter, als es ist. Bewerbung & Co. – bloß etwas Paperwork auf dem Weg zur Life-Time-Experience! Allerdings gibt’s ein paar Kriterien, die du erfüllen musst, wenn du dich für ein Stipendium mit Erasmus+ entscheidest.

Du bist an einer Hochschule als Vollzeit-Studierender eingeschrieben? Das ist Grundvoraussetzung, um Erasmus+-Programm teilzunehmen. Zudem musst du mindestens zwei Semester an deiner Heimatuniversität studiert haben. Ach ja, irgendwie logisch, aber wichtig: Deine Hochschule muss am Erasmus+-Programm teilnehmen.

Was du brauchst: die richtige Staatsbürgerschaft. Als EU-Bürger bist du in einem von der EU geförderten Programm natürlich meist auf der sicheren Seite. Es gibt aber auch teilnehmende Länder wie die Türkei, für die du eine gesonderte unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis brauchst. Das Visum beantragst du dann beim Konsulat oder der zuständigen Botschaft.

Du machst dein Praktikum in Frankreich und es kommt dir spanisch vor? Das könnte an deinen Sprachkenntnissen liegen. Du solltest natürlich die Sprache deines Gastlandes zumindest so gut beherrschen, dass du dich im Unternehmen verständigen kannst. In vielen großen Konzernen wird natürlich auch häufig Englisch gesprochen, mit etwas Glück sogar Deutsch.

Du denkst dir: „Perfekt, das will ich machen!“ Dann kannst du dich ganz einfach jederzeit an den Erasmusbeauftragten deiner Hochschule im International Office wenden. Du bist eher spontan? Kein Problem, wenn du bis spätestens vier Wochen vor Praktikumsbeginn deine Bewerbung einreichst.

Prag aus der Vogelperspektive

Das gehört in deine Bewerbung:

Die Bewerbung um ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ ist im Grunde mit einer klassischen zu vergleichen. Gut, ein paar Unterschiede gibt es dann doch:

Motivationsschreiben:
Das ersetzt ein sonst übliches Anschreiben. Darin enthalten sein müssen unter anderem die Begründung, warum dein Praktikum studienrelevant ist und warum du dich für das Unternehmen im jeweiligen Land entschieden hast.

Empfehlungsschreiben:
Ein paar nette Worte von deinem Prof oder eine Ode auf deine Fähigkeiten von deinem Dozenten – das macht sich auf jeden Fall gut und ist in manchen Ausschreibungen auch Pflicht. Das solltest du natürlich unbedingt miteinreichen. Ein Nachweis über eine ehrenamtliche Tätigkeit macht sich gut in deiner Bewerbung, ist aber kein Muss.

Zeugnisse und Zertifikate:
Noch im Bachelorstudium? Statt eines Abschlusszeugnisses fügst du einfach einen aktuellen Notennachweis hinzu. Auf keinen Fall fehlen darf die Praktikumsvereinbarung, die von dir, deinem Fachbeauftragten und der Praktikumseinrichtung unterzeichnet werden muss. Häufig ist eine zusätzliche Online-Registrierung notwendig.

Wichtig: In jedem Fall solltest du im Vorfeld das Gespräch mit dem Erasmus+-Koordinator deiner Hochschule suchen. Er kann dich über uniinterne Besonderheiten informieren.

In 5 Steps zum Auslandspraktikum mit Erasmus+

  1. Du findest online dein Wunschpraktikum.
  2. Du besorgst dir das Learning Agreement for Traineeships (Praktikumsvertrag) von der Website des International Office. Dort trägst du deine Daten ein, die des Unternehmens und die deiner Hochschule. Dann setzen alle Beteiligten ihre Unterschrift unter das Formular.
  3. Den Praktikumsvertrag reichst du mit den übrigen Bewerbungsunterlagen beim International Office ein.
  4. Jetzt wartest du auf die Zusage der Erasmus+-Förderung.
  5. Los geht’s! Reise antreten und vor Ort in deinem Praktikumsunternehmen das Certificate of Arrival als Bestätigung deiner Ankunft unterzeichnen lassen und ans International Office in Deutschland schicken.

Skyline von Stockholm

Bildquellen:
Titelbild: https://unsplash.com/photos/7_E7gZVtjH4
Prag:  https://unsplash.com/collections/666969/traditional-students?photo=npxXWgQ33ZQ
Stockholm: https://unsplash.com/search/photos/happy?photo=b-YmNNAxcYE

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