Das letzte Jahr vor Abschluss deines Studiums steht an? Klar, alles dreht sich darum, die letzten Prüfungen erfolgreich zu absolvieren, aber Moment­ – was ist danach? Abschluss in der Tasche und dann? Sich jetzt erst Gedanken über Job und Zukunft zu machen, ist meist ein bisschen spät, denn der Bewerbungsprozess nimmt Zeit in Anspruch. Und nach wie vor gilt bei vielen Arbeitgebern: Leerlauf im Lebenslauf ist ungern gesehen.

Frühzeitig, idealerweise mindestens ein Jahr vor dem Abschluss, das Thema „eigene Zukunft“ in Angriff zu nehmen, schafft Sicherheit und erspart dir unnötigen Stress am Ende deines Studiums. Praktikum, Traineeprogramm oder Direkteinstieg – es gibt genug Möglichkeiten, die du in Betracht ziehen kannst, sogar, wenn du dir noch nicht sicher bist, wo dein Weg dich hinführen soll.

Verbindungen knüpfen, Perspektiven schaffen: das Praktikum

Eine Option für einen Berufseinstieg nach dem Studium bieten dir Praktika, die du während deines ganzen Studiums absolvieren kannst. Klingt komisch? Ist es bei näherer Betrachtung aber überhaupt nicht – vielleicht entpuppt es sich ja sogar als besonders clever, frühzeitig die richtigen Kontakte zu knüpfen. Ein Praktikum bietet dir immer die Möglichkeit, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen, zu verstehen, welche Aufgaben im jeweiligen Bereich des Unternehmens auf dich zukommen und im Besonderen die Chance, dir ein Netzwerk aus Kontakten aufzubauen, die dir beim Berufsstart zu Gute kommen. Also: Du solltest das Praktikum nicht nur als Pflicht im Studium begreifen. Es kann schon die Kür für den erfolgreichen Karrierestart sein!

Vor allem, wenn du schon Erfahrungen in einem bestimmten Bereich gesammelt hast oder dich im Studium auf einen bestimmten Bereich spezialisiert hast, kannst du im Praktikum austesten, ob der Bereich oder das Unternehmen für das du dich interessierst, die richtige Wahl für dich ist. Beispiel aus dem echten Leben gefällig? Die Deutsche Bank bietet jährlich das Summer Internship Program an. Es richtet sich gezielt an Studierende, die ein Jahr vor ihrem Bachelor- oder Masterabschluss stehen. Das Beste: Du profitierst von den Möglichkeiten, die das Premium-Praktikum dir bietet – das Unternehmen gewinnt einen Eindruck von dir und deinen Talenten und hat die Chance, dich frühzeitig für sich zu gewinnen.

Acht Wochen lang kannst du im Bereich deiner Wahl in kurzer Zeit sehr intensive, kompakte Erfahrungen sammeln und erhältst exklusive Insights in zwei unterschiedliche Aufgabenfelder, die du frei wählen kannst. Die Projekte, mit denen du dich im beschäftigst, sind abhängig von dem Bereich, in dem du dein Praktikum absolvierst: Im Technologie-Bereich entwickelst du innovative digitale Anwendungen, in der Filiale stehst du im direkten Kontakt mit den Kunden und arbeitest an der Schnittstelle zwischen digitalen Serviceleistungen und Kundenberatung. Dabei kann dein Praktikum sowohl international ausgerichtet sein als auch vor Ort stattfinden. Gleichzeitig finden speziell auf die Praktikanten zugeschnittene Trainings, Workshops und Vorträge zu aktuellen Entwicklungen im Bankgeschäft statt. Bei Networking-Events bekommst du die Gelegenheit, wichtige Kontakte zu knüpfen.

Deine Studienrichtung ist dabei Nebensache, Interesse am Finanzsektor und an wirtschaftlichen Themen aber umso wichtiger! Was vor allem zählt, sind Offenheit, intellektuelle Neugier und Spaß daran, etwas zu bewegen. Zeigst du im Praktikum deine Leistungsbereitschaft und dein Talent, tun sich unter Umständen Karrieremöglichkeiten auf. Wenn du erfolgreich am Summer Internship Programm der Deutschen Bank teilnimmst, kannst du dir direkt deinen Traineevertrag für das Folgejahr sichern. Übrigens ist dieser unbefristet, du wirst also direkt nach dem Traineeship übernommen. Du weißt dann also bereits, wie es nach dem Studium beruflich für dich weitergeht und kannst dich voll und ganz auf deinen Bachelor oder Master konzentrieren.

Erst überblicken dann entscheiden: das Traineeship

Ein Traineeship kannst du nicht, wie etwa ein Praktikum, auch mal in den Semesterferien machen – dafür musst du deinen Abschluss in der Tasche haben. Trotzdem gilt auch hier: Frühzeitig bewerben, ist sehr wichtig, denn das Auswahlverfahren der Unternehmen kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und auch die Traineeplätze sind begrenzt. Was einen Traineeship von einem Direkteinstieg unterscheidet? Als Trainee durchläufst du zunächst verschiedene Abteilungen eines Unternehmens und erhältst einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Bereiche. Dabei steht dir oftmals ein Mentor zur Seite, der dich anleitet, dir Tipps gibt und bei wichtigen Fragen weiterhilft.

Ziel des Traineeships ist es, dich auf deine spätere Position als Fach- oder Führungskraft im Unternehmen vorzubereiten. Das Gute: Durch die meist übliche Job-Rotation musst du dich zu Beginn des Programms noch nicht auf eine bestimmte Position festlegen. Du kannst während deiner Zeit als Trainee austesten, was dir am besten liegt und gemeinsam mit deinem Mentor und deinen Vorgesetzten entscheiden, in welcher Position du dich gut aufgehoben fühlst. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, dir ein firmeninternes und, je nach Traineeprogrammangebot, firmenexternes Netzwerk aufzubauen. Dein Gehalt kann unter Umständen etwas geringer ausfallen als beim Direkteinstieg, was dem „Weniger an Verantwortung“ geschuldet ist. Auch dein Arbeitsvertrag ist häufig zunächst auf die Dauer des Traineeprogramms befristet, aber: Die Investitionen, die in dich getätigt werden, sollen sich für das Unternehmen natürlich bezahlt machen, daher ist das Interesse groß, einen Trainee nach erfolgreichem Abschluss des Programms zu übernehmen.

Bye-bye Studium, hallo Berufsalltag: der Direkteinstieg

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Möglichkeiten, die sich den Entschlossenen unter euch bieten: Du hast bereits diverse Praktika während deines Studiums absolviert, weißt genau, wo deine Stärken liegen und hast eine klare Vorstellung von dem Feld, in dem du tätig sein willst?

Dann bietet sich ein Direkteinstieg in einem Unternehmen an. Aber was heißt das genau? „Training on the Job“ ist das, was dich hierbei erwartet: Deine Position, deine Aufgaben und deine berufliche Zielrichtung sind dabei in der Regel klar festgelegt. Nach einer kurzen Phase der Einarbeitung wirst du direkt in die alltäglichen Arbeitsabläufe integriert und kannst so sofort Verantwortung übernehmen. Häufig lernst du dabei vor allem die Abteilung besser kennen, in der du tätig bist. Das Durchlaufen unterschiedlicher Bereiche innerhalb des Unternehmens ist eher unüblich. Der Vorteil: Du bist von Beginn an ins Tagesgeschäft involviert, dein Gehalt liegt meistens etwas höher als bei einem Traineeship und unter Umständen kannst du sogar einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschreiben.

Wie du siehst: Entscheidest du dich für den Direkteinstieg, müssen die eigenen Jobvorstellungen und beruflichen Ziele schon relativ klar umrissen sein. Du musst dich also im besten Fall ein Jahr vor Ende deines Studiums gezielt auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Zugegeben: Das ist oft gar nicht so leicht! Häufig bekommt man im Studium einen breitgefächerten Überblick über seinen Fachbereich – ein Direkteinstieg setzt aber meistens eine Spezialisierung voraus. Wenn man sich noch nicht im Klaren darüber ist, wo die eigenen Stärken in der Praxis am besten zum Einsatz kommen bieten Praktika eine gute Möglichkeit, dies bereits während des Studiums auszutesten. Auch Traineeprogramme lassen dich verschiedene Abteilungen kennenlernen, bevor du dich festlegst.

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