Besonders für Studierende hat Lissabon weit mehr zu bieten als eine weltberühmte Straßenbahn. Diese Aussage würde auch Jan unterschreiben, der dort zwei Monate lang ein Praktikum absolviert hat. Angestellt war er bei einem Unternehmen aus der Tourismusbranche, das Radreisen in ganz Portugal anbietet. Dabei ist Jan weder ein begabter Mountainbiker noch spricht er sonderlich gut Portugiesisch. Wie er es trotzdem geschafft hat, das Praktikum in Portugal zu ergattern, und welche Abenteuer er dort erlebt hat, verrät er uns im Interview.

1. Wieso hast du dich für ein Auslandspraktikum in Lissabon entschieden und wie bist du an das Praktikum bei gekommen? 

Ich habe mich gar nicht bewusst für Lissabon entschieden, sondern eher gefiltert, wo ich nicht gerne hinwollte. Ich hatte schon eine Zusage für ein Projekt auf Mauritius, als mich ein Freund auf die Stelle in Portugals Hauptstadt aufmerksam machte. Da die Stellenbeschreibung und der Zeitraum besser passten, entschied ich mich gegen das Paradies und für das westlichste europäische Festland.

2. Kannst du uns die Bewerbungsphase kurz erläutern?

Ich habe einfach meinen Lebenslauf ans Unternehmen geschickt und ein paar Tage später kam dann die Einladung zum Skype-Interview. Das verlief recht locker: Nach dem Smalltalk wurde das Unternehmen vorgestellt und über die Aufgabenbereiche gesprochen. Gegen Ende des Gesprächs habe ich die Zusage erhalten. Danach habe ich Flüge gebucht und mir eine Unterkunft gesucht. Alles in Allem hat der Prozess von der Kontaktaufnahme bis zum ersten Arbeitstag vier bis fünf Monate gedauert.

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3. Welche Sprachkenntnisse muss man für ein Praktikum in Lissabon mitbringen? Englisch? Portugiesisch? Beides?

Bei der Firma handelt es sich um ein Touristikunternehmen, das luxuriöse Radreisen in Portugal veranstaltet und gezielt deutsche Kunde akquirieren möchte. Aus diesem Grund haben sie auch einen deutschen Muttersprachler gesucht. In der Firma selbst wurde allerdings nur Englisch gesprochen. Generell gilt: Wer fließend Englisch beherrscht, hat keine Probleme, ein Praktikum zu finden.

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4. Muss man für dieses Praktikum ein sportlicher Typ sein? Wie stehst du zum Fahrradfahren?

Nein, ich hätte definitiv kein sportlicher Typ sein müssen. Ich selbst bin eher der klassische Läufer oder mache Teamsportarten. Allerdings bin ich seit meiner Rückkehr ein treuer Fan des Metropolrades (Bikesharing) hier in Bochum geworden.

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5. Auf dem Bike oder im Büro? Wie sah dein Praktikumsalltag aus?

Ich habe im Büro gearbeitet und die Unternehmenswebsite übersetzt. Dabei war die Suchmaschinenoptierung ein wichtiger Bereich sowie die Durchführung und Auswertung von Google-AdWords- und Facebook-Kampagnen. Auf dem Rad hab ich nur einmal gesessen – und zwar, als ich es zur Waschstraße gebracht habe, aber das gehört auch dazu. 😀

6. Wie konntest du dir das Auslandspraktikum leisten? Wurde es vergütet oder warst du auf finanzielle Hilfe angewiesen?

Da es sich um ein Pflichtpraktikum gehandelt hat, habe ich keine Vergütung bekommen. Allerdings gab es an jedem Arbeitstag einen Essenszuschlag von 4,27 € (womit man in Portugal schon weit kommt) und die Miete für meine Wohnung wurde auch übernommen. Natürlich habe ich draufgezahlt, aber durch die sehr günstigen Lebenshaltungskosten habe ich nicht mehr ausgegeben als in Deutschland.

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7. Was war dein persönliches Highlight?

Total aufregend war natürlich, als durch meine Arbeit die ersten Anfragen von deutschen Kunden reinkamen und wir für ein beliebtes Keyword sehr schnell sehr gut gerankt haben. Neben den tollen Momenten auf der Arbeit war es einfach super cool, zwei Monate lang eine Stadt zu erkunden und auch wirklich kennenzulernen.

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