Rory, was ist los mit dir?! Das haben wir uns doch alle gefragt, nachdem die langersehnten neuen Folgen von Gilmore Girls über den Bildschirm flimmerten. Und wir hatten uns so auf das Revival gefreut und spekuliert: Wer erobert das Herz der jüngsten Gilmore? Sind Mutter und Tochter immer noch ein Herz und eine Seele? Und konnte Rory in die Fußstapfen ihres Idols Christiane Amanpour treten, so wie sie es sieben Staffeln über geplant hatte?

Der Beginn der Winter-Episode ließ uns hoffen. Rory hat einen Beitrag im New Yorker veröffentlicht (und in der Speisekarte von Luke), reist um die Welt und spricht von Terminen mit großen Namen der Branche. Doch schon bald wir klar: Ihre Karriere verläuft ins Leere, Termine platzen, neue Storys fehlen – ebenso wie große Ambitionen. One-Night-Stand statt Karriere-Step. Den Höhepunkt der Erfolgslosigkeit erreichte Rory in der Frühlings-Episode, als sie sich halbherzig zu einem Vorstellungsgespräch bei dem Online-Magazin SandeeSays herabließ. Das einzig Gute: aus ihrem (Fehl-)Verhalten kann man viel lernen.

Rory ging unvorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch fand in den Redaktionsräumen statt, Rory wurde von Gründerin und CEO Sandee herumgeführt, die von der Unternehmensphilosophie berichtete. Rory war anzumerken, dass sie alles andere als beeindruckt war. Im persönlichen Gespräch wollte Sandee schließlich wissen, welche Beiträge Rory beisteuern würde und wen sie ansprechen möchte. Rory hat keine Antwort vorbereitet, ist überfordert und macht halbgare Vorschläge – komplett an der jungen Zielgruppe der Website vorbei. Mit ihrem Beitrag im New Yorker kann sie hier nicht punkten.

Was du daraus lernen kannst:

Bereite dich IMMER auf dein Vorstellungsgespräch vor, egal wie sicher du dir bist, dass du den Job ergattern wirst. Überleg dir genau, was du beitragen kannst und wo deine Stärken sind. Verlasse dich auch nicht auf die eine Qualifikation, so wie Rory es getan hat.

Rory war arrogant

Rory ist die ganze Zeit davon ausgegangen, den Job sicher zu haben. Dem war aber nicht so. Sie war herablassend und machte unmissverständlich klar, dass sie sich eigentlich zu gut für diesen Job ist. Ein krasser Kontrast zu Staffel 6, in der sich Rory mit allen Mitteln einen Redaktionsjob erkämpft, sich nicht zu schade war, dem Herausgeber Kaffee hinterher zu schleppen und sich selbst als „Schnäppchen“ verkaufte.

Was du daraus lernen kannst:

Gerade wenn man noch am Anfang seiner Karriere oder gar mitten im Studium steht – Arroganz im Vorstellungsgespräch geht gar nicht. Zeig, dass dir was an dem Job oder dem Praktikum liegt, du viel lernen möchtest und bereit bist, alles zu geben.

They're such gorgeous ladies ❤️❤️ #gilmoregirls

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Rory wurde nach der Absage ausfallend

Vor lauter Unwohlsein bei dieser Szene bin ich nervös hin und her gerutscht – am liebsten hätte ich mir die Augen zugehalten. Das Schlimmste kam aber noch: Die Absage von Sandee. Rory war völlig fassungslos und reagierte respektlos. Das Gespräch endete in einer nicht enden wollenden Aneinanderreihung von Beleidigungen.

Was du daraus lernen kannst:

Bleib auch nach einer Absage cool. Nicht immer kann man den begehrten Job ergattern, doch versaue dir durch eine falsche Reaktion niemals eine potenzielle zweite Chance. Bedanke dich für das Gespräch und die Zeit, die dir geschenkt wurde. Vielleicht gibt es ja bald eine neue offene Stelle, auf die du dich erneut bewerben möchtest. Bei Rory eher unwahrscheinlich.

Tja, Rory, was soll ich sagen? Vielleicht solltest du noch mal ein Praktikum machen. Bleibt nur zu hoffen, dass Rory mit ihrem Herzensprojekt doch noch ihren Weg geht.

Du möchtest es besser machen als Rory? Wir haben noch freie Praktikumsplätze im Bereich Journalismus!

Titelbild@Lauren Graham/Instagram

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