„Leider müssen wir Ihnen mitteilen…“ – wenn du diesen Satzanfang im Brief oder in der E-Mail eines Unternehmens liest, weißt du eigentlich schon Bescheid: eine Absage – mal wieder. Klar, das nervt. Das Wichtigste ist jetzt wohl oder übel, dass du dranbleibst und damit Chancen für eine Anstellung schaffst.

Was macht eigentlich gute Bewerbungen aus?
Deine Bewerbungen müssen auf jeden Fall immer alle geforderten Unterlagen enthalten. Das bedeutet im Normalfall mindestens: Anschreiben, Lebenslauf und Abschlusszeugnis.

Tipp: Bringe auch deine Social Media-Accounts auf den neuesten Stand und checke, ob du die letzten Partyfotos für Fremde verborgen hast. Denn die meisten Personaler werfen sicherlich einen Blick in dein Facebook-Profil. Insbesondere über Networking-Plattformen wie Xing kann es sogar sehr gut möglich sein, dass zukünftige Arbeitgeber dich anschreiben.

Mut zeigen: Die Initiativbewerbung
Mann schreibt an einem Laptop.Sollte das nicht passieren und solltest du alle interessanten Stellenangebote schon abgefrühstückt haben, bleibt die Initiativbewerbung. Mit ein bisschen Glück schafft das Unternehmen dir eine eigene Stelle. Oder es ist gerade eine neu zu besetzen. Ansonsten werden deine Unterlagen möglicherweise aufgehoben und bei Bedarf wieder hervorgeholt.

Achtung: Bedenke, dass du regelmäßig Stellenangebote checken musst, da neue hinzugekommen sein könnten.

Weiter dein Profil stärken: Damit geht’s!

  • Auslandsaufenthalt (Fremdsprachenkenntnisse verbessern; evtl. im Wunschbereich arbeiten)
  • Praktikum/Volontariat/Trainee (Berufserfahrung sammeln)
  • Aushilfstätigkeiten, Ehrenamt (Berufserfahrung sammeln)
  • Weiterbildung (Seminare oder ganze Studiengänge, die dir in deinem Bereich weiterhelfen; Spezialisierung)
  • Bewerbung updaten (neues Foto, anderes Anschreiben und/oder Design)
  • Jobmessen (direkter Kontakt zu Unternehmen und ihren Personalern)

Wusstest du schon, dass …

… es normal ist, als Akademiker die Jobsuche erst nach rund einem Vierteljahr zu beenden? Hier sind häufig die jeweiligen Gebiete und vor allem Branchen wichtige Einflussfaktoren: Im Bankwesen sind die Chancen auf eine Festanstellung beispielsweise besser als im Journalismus.

Finanzielle Absicherung während der Übergangsphase: Arbeitslos melden

Auch die mittlerweile „übliche Wartezeit“ von einem Vierteljahr kann ganz schön ins Geld gehen: Krankenversicherung, Miete, Lebensmittel und Co. müssen bezahlt werden. Unterstützung gibt es eventuell von der Bundesagentur für Arbeit, sofern du dich spätestens drei Monate vor Ende deines Studiums „arbeitssuchend“ meldest und mindestens ein Jahr versicherungspflichtig gearbeitet hast.

Das trifft für die meisten Absolventen aber nur in seltenen Fällen zu. Stattdessen können sie Arbeitslosengeld II, also Hartz IV, beantragen. Du hast einen Sparvertrag oder ein recht neues Auto? Womöglich wohnst du bei deinen ganz gutverdienenden Eltern oder deiner Freundin? Dann stehen die Chancen für eine staatliche Unterstützung allerdings nicht gut und dir bleibt nur deine eigene Reserve.

Frau schaut die Stadt hinunter.

Ob mit dem Geld auf dem eigenen Konto oder staatlicher Hilfe – ein paar Monate überbrückst du bestimmt und ganz nebenbei hast du genügend Zeit, deine Bewerbungsunterlagen aufzufrischen. Positiver Nebeneffekt: Eine kleine Auszeit nach dem Studium ist auch nicht schlecht.

 

Bildquellen:
Titelbild: https://unsplash.com/photos/7_E7gZVtjH4
Arbeit am Laptop; Bewerbungen:  https://unsplash.com/collections/666969/traditional-students?photo=npxXWgQ33ZQ
Frau, positiv in die Zukunft: https://unsplash.com/search/photos/happy?photo=b-YmNNAxcYE

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