Ob 100 Euro oder 1100 Euro im Monat – mit dem Gehalt von Praktikanten ist es manchmal wie mit der Lotterie. Hast du Glück, verdienst du fast das Gehalt eines Fachangestellten, hat es dich nicht so gut erwischt, kannst du von deinem Lohn nicht einmal die Monatsmiete bezahlen. Und stell dir mal vor: Davon werden dir noch Steuern abgezogen. Dann reicht dir die Vergütung gerade mal für den Wocheneinkauf. Aber musst du im Praktikum überhaupt Steuern zahlen? Wir klären dich auf, wann das der Fall ist. 

Wenn du WENIGER als 450 Euro verdienst…

…musst du keine Steuern zahlen. Im Normalfall übernimmt dein Arbeitgeber die anfallenden Abgaben. Dein Praktikum wäre dann mit einem Minijob zu vergleichen und dieser ist normalerweise steuer- und sozialversicherungsfrei.

Wenn du MEHR als 450 Euro verdienst…

…musst du unter Umständen Steuern zahlen. Denn die Vergütung im Praktikum ist genauso steuerpflichtig wie andere Einkünfte, weswegen du auch vor Praktikumsbeginn deine steuerliche Identifikationsnummer angeben musst – damit kann dich der Arbeitgeber nämlich beim Finanzamt anmelden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass du die gezahlten Steuern am Jahresende zurückerhalten kannst. Wenn du den Grundfreibetrag, der dieses Jahr bei rund 8.650 Euro liegt, nicht überschreitest, kannst du einen Antrag beim Finanzamt stellen, damit die Lohnsteuer zurückerstattet wird.

Steuern zahlen im Paktikum_GeldSo sehen die steuerlichen Regeln zumindest oftmals aus. In manchen Fällen können aber auch Sonderregelungen in Kraft treten, zum Beispiel kann der Arbeitgeber bei einer kurzfristigen Beschäftigung eine pauschale Lohnsteuer zahlen. Übrigens können abgesehen von der Lohnsteuer noch die Beiträge der Krankenkasse sowie die Sozialversicherung anfallen, die du ebenfalls berücksichtigen solltest.

Bildquelle Titelbild:© Sebastian Duda/Shutterstock

Bildquelle Münzen:© hin255/Shutterstock

Teilen: