In einem fremden Land neue Kulturen zu entdecken und dabei auch noch den Lebenslauf aufzupeppen, ist wohl das aufregendste, was ein Studium zu bieten hat. Dennoch ist ein Auslandspraktikum ein Schritt, der gut überlegt werden sollte, denn die Planung ist aufwendig. Damit das Auslandspraktikum nicht zur Kostenfalle und zu einem Sprung ins Fettnäpfchen wird, haben wir heute zehn hilfreiche Tipps für dich, mit denen du dem Traum vom Ausland schnell ein Stückchen näher kommst.

1. Bewerben- aber richtig

Bestimmt hast du schon viele Praktikumsbewerbungen verfasst – das Problem bei einem Auslandspraktikum aber ist: Jedes Land hat völlig andere Formalien. Natürlich werden Unternehmen bei kleinen Fehlern mal ein Auge zudrücken, doch es gibt welche, die dich auf einen Schlag aus dem Bewerbungsprozess ausscheiden lassen. Einer dieser Fehler kann die Mitsendung eines Bewerbungsfotos sein. Freuen sich deutsche Personaler nach wie vor, wenn ihnen der Bewerber auf einem Foto freundlich entgegen lächelt, so ist dies in anderen Ländern, wie Australien, Neuseeland oder den USA schlicht und einfach nicht erlaubt. Sogar Name und Geschlecht werden nicht in jedem Land angegeben. Also erst informieren, dann die Bewerbung schreiben.

2. Damit die 1 nicht zur 6 wird…

Nicht nur die Zusendung eines Fotos kann zum Verhängnis werden, sondern auch dein Zeugnis. Warum? Weil die Notenskalen nicht immer übereinstimmen. In Schweden beispielsweise ist eine 6 eine 1. Besser also, du lässt dein Zeugnis übersetzen.

3. Vorstellungsgespräch per Skype

Natürlich wirst du nicht für ein Vorstellungsgespräch nach Australien fliegen. Richte dich also darauf ein, dass du dieses telefonisch oder per Skype führen wirst. Checke also zunächst, ob Web-Cam und Mikrophon funktionieren, damit es nicht zu peinlichen Zwischenfällen und Verzögerungen kommt.

4. Visum – ja oder nein?

Bleibst du innerhalb der EU, benötigst du natürlich kein Visum. Bleibst du jedoch länger als drei Monate, kann es durchaus sein, dass du dich bei der Stadt, in der du lebst, melden musst. Recherchiere also, wo die entsprechende Behörde ist und was du mitbringen musst, so hast du nicht vor Ort den Stress, noch auf die Schnelle Passbilder oder Dokumente besorgen zu müssen. Findet das Praktikum nicht in der EU statt, hast du natürlich die Pflicht, ein Visum zu beantragen. Warte damit nicht lang, denn die Bearbeitungszeit könnte lang sein.

5. USA Praktikum als Schüler?

Immer wieder erhalten wir Anfragen von Schülern, die von einem Praktikum in den USA träumen. Leider gibt es hierfür bislang aber keine Möglichkeit. So traurig wir das finden, Praktika sind in den USA nur für Studenten und Auszubildende möglich.

6. Krankenversicherung nicht vergessen!

Auch wenn viele es nicht wissen, du bist in der gesamten EU krankenversichert. Allerdings benötigst du eine spezielle Versicherungskarte. Diese solltest du also unbedingt einige Wochen vor Abreise bei deiner Krankenversicherung beantragen. Bei einem Praktikum außerhalb der EU benötigst du eine Zusatzversicherung. Länder wie Australien kontrollieren diese bei der Einreise, ohne Versicherung könnte es also passieren, dass du den Flughafen nicht verlassen darfst.

7. Konto und Kreditkarte

Jeder weiß es aus dem Urlaub, Geld abheben im Ausland kann teuer werden. Viele Banken bieten speziell für Studenten kostenlose Kreditkarten, mit denen du überall bezahle kannst und kostenlos an dein Geld kommst. Alternative ist ein neues Konto im Ausland. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn du ein bezahltes Praktikum machst und dein Arbeitgeber ein inländisches Konto bevorzugt. In vielen Ländern ist der Abschluss eines Kontos übrigens völlig unkompliziert und kann vor Ort erledigt werden.

8. Übung macht den Meister

Natürlich vertraust du auf deine Sprachkenntnisse. Bestimmt hoffst du sogar, diese noch zu verbessern. Allerdings solltest du damit schon zuhause beginnen. Zudem darfst du nicht vergessen, dass Schulenglisch oft nicht viel mit dem gesprochenen Englisch in deinem Ausgangsland zu tun hat. Wer einmal mit Australiern oder Neuseeländern gesprochen hat, weiß wovon die Rede ist. Gut vorbereitet, kannst du dein Auslandspraktikum von Beginn an genießen.

9. Zwischenmieter gesucht!

Ein Auslandspraktikum ist teuer, zudem laufen die Kosten in der Heimat weiter. Warum nicht einfach das Zimmer bzw. die Wohnung vermieten, solange man im Ausland ist? Auch hier gilt wie so oft, der frühe Vogel fängt den Wurm. Warte nicht bis kurz vor Abreise, sondern plane die Suche nach einem Nachmieter frühzeitig. Du willst schließlich nicht irgendwen in deiner Bude hausen lassen.

10. Telefonieren für Sparfüchse

Zu guter Letzt haben wir noch einen Tipp für dich, mit dem du vor Ort den einen oder anderen Euro (oder Dollar oder Krone oder Pfund…) sparen kannst. Denn natürlich möchtest du mit deiner Familie zuhause den Kontakt halten und von deinen Abenteuern berichten. Besonders günstig wird’s, wenn du eine inländische SIM-Karte kaufst. Mit speziellen Sparnummern kannst du für wenige Cents aus dem deutschen Festnetzt angerufen werden.

Möchtest du noch mehr Wissenswertes rund ums Auslandspraktikum erfahren, lohnt sich ein Klick auf meinpraktikum.de/auslandspraktikum!

Bildquelle: william87/Thinkstock

Teilen: